Besser als jeder Horrorstreifen...

02.12.2011 17:57 von Carsten Ruhr

Ich gerate eigentlich bei relativ wenigen Situationen in's Schwitzen. Horror- und Psychothriller finde ich eher langweilig. Vorstellungsgespräche kaum mehr aufregend (brauch ich dank Selbstständigkeit ja auch nicht mehr). Und auch Dates lassen mich relativ kalt.

Umso mehr freue ich mich, wenn ich tatsächlich mal einen Adrenalinschub bekomme. Letztens bin ich bei einer kleinen Geocaching-Aktion verbotenerweise auf einen ziemlich hohen Turm nur über eine Feuerleiter geklettert. Zugegebenermaßen hat meine Pumpe da schon ein wenig schneller geschlagen. Herrliches Gefühl.

Doch das war gar nichts im Gegensatz zu dem Gefühl, dass mich vor einigen Tagen gepackt hat. Zweimal.
Meine Finger haben gezittert wie eine Wünschelrute über einem Wasserturm. Mein Herz hätte jeden Kolben eines Ferrarimotors vor Neid erblassen lassen. Der Schweiß rann mir dermaßen über die Stirn, dass ich mir einen Scheibenwischer über meinen Augen gewünscht habe...
Was war da los?

Der Sadist @hirnrinde hat den Verkauf für die Tickets des fünften Barcamp Ruhr gestartet. Der Plan war 160 verfügbare Karten über Amiando zu verkaufen. 20€ für zwei Wochenendtage im Unperfekthaus mit lauter Nerds netten Leuten. Ich war bereits zweimal vorher auf dem Barcamp Ruhr (zwei und drei) und habe dieses Jahr ausgesetzt, weil die Ticketpreise unverständlicherweise bei irgendwas um 50€ lagen. Deswegen wollte ich nächstes Jahr im März unbedingt wieder dabei sein. Doch dafür brauch man erst mal eine Karte. Und da liegt das Problem...
Das Unperfekthaus in Essen ist eine Location, wie sie für ein Barcamp nicht geeigneter sein könnte. Leider reicht der Platz nur für etwa 160-200 Leute. Und mitmachen wollen gefühlt 500. Also kann man sich denken, was nach Öffnung der Kartenbestellung auf den Servern von Mixxt und Amiando los ist. 2 Minuten vor T-0 wurde die Plattform immer langsamer und langsamer. 150 Leute versuchten beim Termin für die ersten 80 Tickets (der Verkauf wurde in drei Wellen gestaffelt) ihr Glück. 2 Minuten nach T-0 waren die Tickets weg. Und ich starrte auf eine Seite, die sagte "Ihre Seite ist nicht mehr gültig"...

FUCK! Ich war zu langsam. Meine Session ist abgelaufen, meine Seele irgendwo im Nichts verpufft. Das war schockierend. Ich machte mir Mut, dass es ja noch eine zweite und dritte Chance geben würde.

Bei Welle Nummer zwei war ich so aufgeregt, dass ich tatsächlich dachte, ich würde es nicht schaffen meinen Straßennamen rechtzeitig einzutippen. Ich visualisierte vorher den Registrierungsprozess. Name, Anschrift, E-Mail, Kontodaten. Als weitere Vorbereitung öffnete ich den Bezahl-Frame in einem eigenen Tab, damit der Reload schneller geht und hatte parallel eine Anzeige der Atomuhr offen, damit ich ja in der richtigen Sekunde zuschlage. 
Tick Tack Tick Tack... Die Uhr sprang um auf 19:30.
CMD+R
Keine Tickets verfügbar...
CMD+R
Keine Tickets verfügbar...
Oh nein, was ist los? Ist es etwa schon wieder vorbei?
CMD+R
Keine Tickets verfügbar...
AAAaargh! NEEEIN!
CMD+R
Bitte die Anzahl der Tickets für beide Tage angeben.
1!!! Ich brauche nur eins! Mach hinne!
Adresse und Kontaktdaten angeben.
Alles klar. Finger! Hört auf zu zittern! Hirn! Schalte auf Turbomodus um!
Klick Klick Klick Return
Bitte Kontodaten angeben
Wie? Ich bin eine Runde weiter? Das ist ja coo..... HÖR AUF ZU DENKEN! TIPPE!
Klick Klick Klick Return
Herzlichen Danke für Ihre Bestellung. Sie erhalten das Ticket für beide Tage per E-Mail 
...

Ich habe - um dann weder runter zu kommen - erstmal meinen neu erstandenen 8 Jahre alten, kanadischen Whiskey aufgemacht und mir ein Gläschen genehmigt.

So viel Adrenalin hatte ich wohl noch nie im Blut.

P.S.: der kanadische Whiskey scheint süßer zu sein, als handelsüblicher schottischer Fusel (das richtig teure Zeug kenn ich ja gar nicht). Ich finds sehr angenehm.

Free Ressources - 3 Seiten

04.10.2011 19:21 von Carsten Ruhr

Ich bin eigentlich ein Fan von "selber machen". Aber manchmal braucht man einfach eine Inspiration, hat keine Zeit oder Lust selber Arbeit in etwas zu investieren. Für diesen Fall habe ich mir eine Sammlung an Seiten zugelegt, auf denen man regelmäßig kostenlose Ressourcen findet.
Dabei reicht die Palette von Hintergrundtexturen, über Buttons, Icons, komplette Interfaces und so weiter. Das Format der Downloads ist meistens .psd oder .zip (mit den Elementen drin).

Hier möchte ich drei Seiten vorstellen, bei denen ich ab und an mal vorbeischaue.

 

1.) FreebiePixels

FreebiePixels

Hier werden regelmäßig neue Ressourcen gepostet. Sehr häufig sind brauchbare Sachen dabei. Leider steht nirgendwo, wie viele Ressourcen zur Zeit vorhanden sind. Aber es sind eine Menge...

 

2.) Premium Pixels

Premium Pixels

Zur Zeit findet man hier etwa 122 Ressourcen (selber gezählt). Die Häufigkeit, in der es was Neues gibt ist in den letzten Wochen ein wenig runter gegangen. Trotzdem gibt es eine Menge nützliches Zeug.

 

3.) PSDblast

PSDblast

PSDblast ist eine noch recht Junge Seite (grade mal 48 Ressourcen), hat aber einige überzeugende Downloads parat. Besonders die Iconsets haben es mir angetan und ich hoffe es geht in Zukunft qualitativ auch so weiter.

 

Wer weitere Seiten mit qualitativ hochwertigen Downloads parat hat, kann die gerne in den Kommentaren preisgeben. Ich würde mich freuen.

CodeIgniter - Struktur & Datenbankschema

30.09.2011 22:33 von Carsten Ruhr

Nachdem wir CodeIgniter jetzt installiert und ans laufen gebracht haben (siehe Teil 1), können wir uns etwas näher mit der Struktur auseinandersetzen. Ich gehe dabei nur auf das ein, was wir im Verlauf des Projekts brauchen werden. Hooks, Cache und so weiter interessieren uns erstmal nicht.

Um CodeIgniter zu verstehen, gucken wir uns zunächst an, wie eine typische CodeIgniter URL aussieht.

CodeIgniter URL

Der erste Teil ist unsere Domain. Auf meinem lokalen Server befindet sich das Tutorial im Verzeichnis "tutorial" (wie sinnig...).
Der zweite Teil (grün) ist unsere index-Datei, über die der Browser IMMER mit der Anwendung kommuniziert. später sehen wir, wie man diese noch mit einem kleinen Trick verbergen kann.
"controller" ist eine Klasse, die zum Zeitpunkt des Browser-Requests instanziiert wird. In dieser Klasse spielt die Musik. Sie steuert die ganze Anwendung.
"function" ist eine Funktion innerhalb der controller-Klasse, die aufgerufen wird.
"param1" bzw. "param2" sind Parameter, die an die aufgerufene Funktion übergeben werden können. Das können beliebig viele sein.

Gucken wir uns jetzt mal die Ordnerstruktur im "application/"-Verzeichnis von CodeIgniter an.

Das application Verzeichnis

Eine Menge Unterverzeichnisse. Doch wir brauchen für’s Erste nur "controllers", "models" und "views". Wer sich jetzt denkt "Oh nö! Das kenn ich doch irgendwoher!" erinnert sich wahrscheinlich an das so genannte MVC-Pattern.
Für alle anderen: Das MVC-Pattern ist eine quasi standartisierte Programmstruktur, die versucht so flexibel wie möglich zu sein.
"Models" sind in dem Fall Klassen, welche die Interaktion mit der Datenbank übernehmen. Update, Select, Insert und das ganze Zeug.
"Views" sind Dateien, die den Teil der Darstellung übernehmen. Im Idealfall also HTML mit ein wenig PHP zum Einsetzen von Daten.
"Controllers" sind Klassen, die das ganze organisieren. Hier werden Daten und Views zusammengebracht.

Unsere kleine Anwendung wird darüber hinaus natürlich auch noch Bilder, JavaScripte und Styleheetdateien enthalten, weswegen ich im root-Verzeichnis der Anwendung einen Ordner "assets" erstellt habe, der nochmals unterteilt ist.

assets

Bevor wir jetzt endlich mit der Programmierung loslegen können, müssen wir noch die Datenbank planen. Statt das groß zu erläutern gibts hier einfach mein Schema.

Unser Datenbankschema

Ich weiß. Das ist nicht grade ein standartisiertes Relationship Model, genügt aber für unsere Zwecke völlig. Eine .sql Datei kann man hier runterladen.
Auf Kommentare oder eine datenbankgesteuerte Benutzerverwaltung verzichten wir erstmal. Vielleicht kommt das im Verlauf des kleinen Projekts noch hinzu. Dank des MVC-Patterns sollte es kein Problem sein das später noch zu ergänzen.

Im nächsten Kapitel beginnen wir endlich mit der Programmierung. Ja, wirklich! Wir erstellen eine einfache "Hallo Welt" Seite, mit der wir den Grundaufbau unseres Blogs definieren. So lernen wir den Umgang mit Controllern und Views in CodeIgniter.

 

Kapitelübersicht

CodeIgniter - Installation

30.09.2011 22:20 von Carsten Ruhr

Ich habe mich dazu durchgerungen nach langer, langer, langer, langer Zeit endlich mal wieder ein Tutorial zu schreiben. Warum? Für mehr Visits natürlich...
Das Tutorial behandelt die Installation, und praktische Anwendung des PHP Frameworks "CodeIgniter" und wird voraussichtlich über mehrere Blogeinträge gehen. Hoffentlich halte ich durch. Ziel ist es, am Ende des Tutorials ein eigenes, rudimentäres Blogsystem entwickelt zu haben.

Kurze Information: Wenn ich im Verlauf des Tutorials von "Anwendung" oder "Applikation" rede (das wird häufiger vorkommen), meine ich damit im Prinzip "Website". Im Fall des Tutorials ist das ein kleiner Blog, kann aber genausogut ein Gästebuch, ein eigenes CMS, ein Webshop oder auch eine komplette Community bedeuten.

Was ist Codeigniter?

CodeIgniter ist ein leichtgewichtiges OpenSource PHP-Framework.
Zur Erklärung: Ein Framework ist ein Programmier-Grundgerüst, das man benutzen kann, um mit der Entwicklung einer Anwendung nicht bei Null starten zu müssen. Es handelt sich NICHT um ein Content Management System, wie Contao oder Typo3, sondern unterstützt lediglich den Programmierer beim Entwickeln eigener Programme (bzw. Websites). Frameworks gibt es für so gut wie alle Bereiche. Javascript (jQuery oder MooTools), HTML / CSS (YAML), Ruby (Ruby on Rails), und viele mehr...

Warum habe ich mich damals für CodeIgniter entschieden und bin nicht zu einem der Klassiker "Zend" oder "symfony" gegangen?
CodeIgniter ist ziemlich klein (etwas größer als 5 MB inkl. Anleitung), zwingt mir keine Template-Engine auf (PHP an sich ist bereits eine Template-Engine), hat eine fantastische Dokumentation und ist sehr einfach zu installieren und konfigurieren. Ehrlich gesagt habe ich andere Frameworks gar nicht erst ausprobiert, da ich mich bei CodeIgniter direkt wohl gefühlt habe.

Installation

Zunächst brauchen wir die neueste Version (zum Stand des Tutorials ist es die Version 2.0.3) des Frameworks. Die ist unter http://codeigniter.com/ bzw. hier als Direktdownload zu finden.

Entpacke die .zip-Datei und kopiere den Inhalt des Ordners in das Verzeichnis, in dem deine Website liegen soll.

Wie ein Webserver funktioniert und aufgebaut ist, werde ich an dieser Stelle nicht erklären. Und auch nicht, wie man einen Datenbankserver einrichtet und verwaltet. Das setze ich mal als gegeben voraus (Du willst programmieren? Dann solltest du das eigentlich drauf haben. Falls nicht - begib dich direkt in’s Gefängnis, gehe nicht über Los und ziehe keine 2000$ ein).

Der Inhalt des Ordners sollte ungefähr so aussehen:

ordnerstruktur

Kurze Erklärung:
Der Ordner "application" enthält die eigentliche Anwendung. Deine Klassen, Templates, Konfigurationsdateien, Logfiles und einiges mehr.

"index.php" ist die Repräsentation der kompletten Applikation. Die Datei wird über den Browser aufgerufen und sorgt im Endeffekt für die Darstellung.

"system" enthält das komplette Framework. Hier sollte nach Möglichkeit nicht drin rumgespielt werden. Bei einem Update werden sonst alle Änderungen überschrieben.

"user_guide" enthält (wie der Name schon sagt) ein Benutzerhandbuch. Und zwar das gleiche, das es auch unter http://codeigniter.com/user_guide/ zu finden gibt. Verfügt man also ständig über eine Internetverbindung, kann man diesen Ordner getrost löschen und so nochmal ca. 2,7 MB sparen.

"license.txt" enthält die Lizenz, unter der CodeIgniter veröffentlicht ist. Kann im Prinzip gelöscht werden, sofern ihr die Distribution nicht weitergeben möchtet.

 

Für die Installation ist im Prinzip gar nicht mehr nötig. Damit das Paket auf eurem Server lauffähig ist, muss jedoch noch eine Sache in der Konfiguration geändert werden.

Basiskonfiguration

Zuerst müssen wir unserer Anwendung mitteilen, wo sie eigentlich liegt. Dafür ändern wir die Variable $config['base_url'] in der Datei "application/config/config.php" ab und tragen den Pfad zu unserer Anwendung ein.
Basis-URL anpassen
Habt ihr das gemacht, funktioniert unsere Website bereits. Unter der oben angegebenen Adresse lässt sich eine Willkommensnachricht von CodeIgniter im Browser aufrufen.

Als nächstes konfigurieren wir noch den Zugang zum Datenbankserver. Die Angaben werden in der Datei "application/config/database.php" gemacht und müssen natürlich mit den eigenen Zugangsdaten gefüttert werden.
Datenbank-Konfiguration anpassen 

Damit haben wir die Installation und Grundkonfiguration fertig.
Im nächsten Teil erkläre ich ein wenig mehr über den Aufbau von Applikationen in CodeIgniter und entwickle eine Datenbankstruktur für unseren kleinen Blog.

 

Kapitelübersicht

The Code

22.09.2011 11:16 von Carsten Ruhr

Die BBC ist bekannt für ihre Dokumentationen, die ab und an auch hierzulande auf DVD bzw. BluRay rauskommen. Manchmal kann man sich die Dokus auch auf YouTube anschauen, wie jetzt "The Code".
Hier geht es um die Zahlen, die uns in unserer Umgebung umgeben. Die mathematischen Zusammenhänge von Pi, über Primzahlen, bis hin zu imaginären Zahlen.

Die Doku ist in drei Teile gegliedert, wovon ich den ersten Teil bereits gesehen habe. Die anderen beiden werden die Tage folgen.

Teil1

Teil2

Teil3

Selbstständigkeit - So läuft der Hase

18.09.2011 01:00 von Carsten Ruhr

Wenn man sich als Webentwickler selbstständig macht, tut man dies meistens mit einer gewissen Vorstellung, wie das Ganze laufen wird. Besonders, wenn man quasi bei Null anfängt. Doch irgendwie sieht es dann doch ganz anders aus...

  1. Ich bin awezumst übertoll. Meine erste Handlung - nach der Gewerbeanmeldung - wird sein, mir einen riesigen Briefkasten für die ganzen Aufträge zu kaufen.

    Das einzige, was dein Briefkasten beinhalten wird, sind Fragebögen vom Finanzamt und deine Mitgliedsschaftbescheinigung der IHK. Investier lieber erstmal Zeit. Und zwar in die Suche nach einer Agentur, die Leute sucht. Das ist für dich noch der sicherste Weg regelmäßig an Aufträge zu gelangen. Natürlich vorausgesetzt du bist wirklich gut. Andernfalls hast du kaum eine Chance an lukrative, vorzeigbare Aufträge ranzukommen. Und nein, die Website für den Kegelverein von Onkel Klaus ist weder lukrativ noch Material für deine Referenzen.

     
  2. Geil! Arbeiten wann und wo ich will. Also erstmal ausschlafen, dann frühstücken, ab 14 Uhr gemütlich im Straßencafé ein paar Zeilen Code runterschreiben und dann Party machen.

    Sicher wird der Kunde gerne warten, bis du ausgeschlafen hast. Und natürlich ist ein Straßencafé der optimale Ort, um zu arbeiten...
    Unsinn! Mach dich darauf gefasst, dass das erste Telefonat eines Kunden, der morgens um 9 in sein Büro kommt an dich geht. Und zwar mit der Bitte "mal eben" was zu ändern. Und mit "mal eben" meint er die nächsten paar Stunden.
    Und wenn du dich zwischen kreischenden Kindern, meckernden Senioren und halbstarken Proleten auf die Arbeit konzentrieren kannst, kommt ein Café als Arbeitsplatz vielleicht in Frage. Ansonsten bleibst du mal schön zu Hause. Wenn du für eine Agentur arbeitest wollen die dich sowieso im Büro haben. Damit ist so halbwegs gewährleistet, dass du tatsächlich arbeitest.


  3. Ich werden nur Spaß haben. Schließlich kann ich das machen, was ich will.

    Kannst du. Oh Moment! Vergiss es! Du kannst das machen, was der Kunde will. Und der Kunde ist unangenehm. Der will immer Sachen, die du gar nicht gerne machst. Langweilig Fließbandarbeit, pixelgenaue Positionierungen auch im veraltetsten Browser und nicht zuletzt will er häufig auch noch das antiquierteste, aufgeblähteste und komplizierteste Content Management System, dass es gibt (Typo3).
    Wenn du Spaß haben willst, mach dein eigenes Projekt. Aber oh, wer zahlt das?

     
  4. In meiner Freizeit werde ich ein cooles, eigenes Projekt auf die Beine stellen und damit berühmt und reich werden.

    Hier gibt es zwei Szenarien für dich:
    1.) Du hättest genug Zeit. Leider fehlen dir aber irgendwie die coolen Ideen. Alles was du an einem Abend anfängst kommt dir am nächsten Tag furchtbar beschissen vor und wandert in den Mülleimer.
    2.) Du hast echt eine gute Idee, die dir seit Wochen im Kopf rumwandert. Zu blöd, dass deine Arbeitgeber dich grade mit langwieriger Arbeit zumüllen, die dir dein komplettes Leben auffrisst. In der Zwischenzeit hat übrigens ein Herr Zuckerberg die gleiche Idee, wie du gehabt. Was da raus kam hat er lapidar "Facebook" genannt. Gemein! Dabei war das doch deine Idee!


  5. Ich werde kaum wissen, was ich mit der ganzen Kohle machen werde, die ich verdiene. Bei meinen abgefahrenen Skills ist mir ein Höchstlohn sicher.

    Darf ich dich mit Hannes bekannt machen? Hannes ist Student und bewirbt sich grade auf den gleichen Auftrag wie du. Achja: Hannes darf leider nicht zu viel verdienen, weil noch bei der Familienversicherung mitversichert ist. Also macht er den geilen Auftrag in der gleichen Qualität für einen Stundenlohn von 15 €. Blöde Sache, oder?
    Du wirst leider grade am Anfang mit deinem Stundenlohn runtergehen müssen. Außerdem kommen viele "kannst du mal eben [...] das wird dann ja nichts kosten" - Anfragen. Da du am Anfang ja niemanden auf den Schlips treten willst, arbeitest du also auch ab und zu mal umsonst. 


Natürlich ist das ein klein wenig übertrieben. Aber bei allem Enthusiasmus sollte man sich vor Augen halten, dass es nicht ganz so einfach ist, sich selbstständig zu machen. Und schon gar nicht immer nur Spaß macht. Sollte man den Schritt dennoch wagen, heißt es durchhalten, hart arbeiten, Kontakte knüpfen und ab und zu ein Risiko eingehen.

HybridAuth-Authentifikation über Soziale Dienste

18.08.2011 23:34 von Carsten Ruhr

Auf webresourcesdepot.com ist mir grade eine ziemlich interessante PHP-Library untergekommen. HybridAuth ist eine Library, die eine Benutzerauthetifikation über eine Soziale Plattform wie Facebook, Google, Twitter, Yahoo oder OpenID möglich macht. Sogar Gowalla wird unterstützt. Fuckyeah!

Die Library erlaubt überdies auch das Holen einiger Benutzerinformationen, wie Avatarbild, eMail, Geburtstag, Geschlecht oder Standort. Das ist aber von Service zu Service unterschiedlich. Loggt sich der Benutzer mit seinem Facebook-Account ein, kann auf so gut, wie alles zugegriffen werden, was HybridAuth unterstützt. Per Twitter gibt es leider keine eMailadresse oder Geschlecht.

Die Einbindung sieht auf den ersten Blick denkbar einfach aus und auch die Intergration in vorhandene Frameworks (wie zum Beispiel CodeIgniter) sollte flott von der Hand gehen.
Werde ich in absehbarer Zeit mal die Zeit finden eine meiner grandiosen, weltverändernden Ideen umzusetzen, könnte da dann tatsächlich diese Library mit von der Partie sein. 

In alter Frische

02.08.2011 19:45 von Carsten Ruhr

V und Sherlock

Im TV-Alltag herrscht Einfallslosigkeit.
Es gibt wirklich noch keinen Fall, den nicht ein Team von "Law & NCIA:Miamy Intend" schon gelöst hätte. Fast immer das gleiche. Mord, Ermittlung und ein wenig persönliche Beziehungskiste. Die Crime-Sparte im TV erschlägt sich grade selber.
Mit SciFi ist das leider schon passiert. Heutige Science Fiction Serien sind leider kaum noch Science Fiction.
Battlestar Galactica? Ist auch nur eine Neuaflage und mehr Beziehungs-Psycho-Drama mit etwas besseren Effekten.
Stargate Universe? Ist der verzweifelte Versuch eine Serie am laufen zu halten. Mit mehr Beziehungs-Psycho-Drama und etwas besseren Effekten.
Eureka? Sehr schöne Serie. Leider zum Ende hin eher langweilig und zum Beziehungsdrama mit etwas besseren Effekten werdend.

Jetzt sind hier in Deutschland mit "V - Die Besucher" und "Sherlock" zwei Serien gestartet, in die ich ein wenig Hoffnung lege.
V ist ein Remake einer alten SciFi-Serie, an die ich mich so gut wie nicht erinnern kann. Es ging um Echsen in Menschengestalt. So viel wusste ich noch. In der Tat ist das Remake bisher ganz gut gelungen. Auch wenn es (wie Battlestar Galactica) mehr in Richtung Psychothriller (mit etwas besseren Effekten) geht. Ich hoffe das wird im Verlauf der Serie nicht noch intensiviert.
Sherlock ist - natürlich - eine moderne Crimeserie mit einem jungen Sherlock Holmes und seinem Assistenten Watson. Interessant an der Serie ist, dass Sherlock völlig überzeichnet als leicht soziopathisch dargestellt wird und das Ganze natürlich in der Moderne spielt.

Auch wenn diese zwei Serien einigermaßen vielversprechend sind, wünsche ich mir doch wieder so einen Knaller wie "Firefly" zurück. Hier hat man gut gesehen, dass aus einem ausgelutschtem Genre (eigentlich zwei Genres, nämlich SciFi und Western) noch einiges, unverbrauchtes Material rausgeholt werden kann.

Die Fototv.de Challenge 2011

17.07.2011 20:18 von Carsten Ruhr

Das war mal ein Sonntag. Heute war ich auf der Fototv.de Challenge. Leider nicht als Wettbewerbsteilnehmer, sondern nur als Zuschauer. Aber immerhin durften wir Normalos auch allerhand machen.

Das kleine Event (anwesend waren ca. 130 Leute) fand in Willich auf einem Sportplatz / Stadion statt. Stilecht wurden eine Footballmanschaft und die dazugehörigen Cheerleader aufgefahren. Außerdem noch drei Fahrzeuge der amerikanischen Polizei. Jahaa genau! Die Jungs der Police-Vehicle-Owners-Group sind mit zwei Motorrädern und einem Polizeiwagen gekommen. Außerdem in voller Montur.
Nun konnte jeder der Anwesenden rumfotografieren, wie er lustig war. "Schau mal eben hier hin", "Kannst du die Shotgun John Wayne mäßig halten?", "Und jetzt mal bitte Gruppentacklen". Bei so vielen Fotografen, die da rumspazieren ist das Fotografieren natürlich eine Herausforderung. Will man doch möglichst keinen der Kollegen im Bild haben. Und einige der Sportdfreunde hatten leider den Arsch ziemlich weit offen und haben mal so gar keine Rücksicht auf andere Lichtbildfanatiker genommen. Sehr schade. 

Wie dem auch sei, bin ich am Nachmittag mit etwas über 400 Bildern nach Hause gegangen. Seltsamerweise sind auf den meisten Photos von mir Cheerleader zu sehen. Ich kann mir das kaum erklären...

Die Bilder, die ich für veröffentlichungswürdig halte, kann man übrigens in meiner People-Galerie betrachten.

Arrrr! Oder wenn 99 Cent zu viel sind

12.07.2011 18:40 von Carsten Ruhr

Arrrr!Ist heute irgendwie Piratentag oder so? Ich habe jedenfalls nichts davon mitbekommen. Und trotzdem bestimmt "Piraterie" heute meine Timeline und die News einschlägiger Blogs.

Die App "Watchlater" von 9elements wurde wohl nun auch auf irgendeiner Piratenplattform zum freien Download gefunden. Offensichtlich weiß man dort jetzt nicht genau, was man machen soll. "Sich aufregen, nichts, Party?". Auf Hackernews stellt man jedenfalls genau diese Frage.

In meinem Google+ - Stream ist ein weiterer Fall aufgetaucht. Hier schiebt man Apple den schwarzen Peter zu. Schließlich existieren kaum Gegenmaßnahmen um App-Piraterie zu bekämpfen. 

Außerdem ist die vor einigen Wochen geschlossene Plattform kino.to nun wieder aufgetaucht. Die selben Inhalte, das selbe Design, andere Domain (nein, ich werde die hier nicht auch noch nennen). Darauf sind die Medien so dermaßen abgefahren, dass die Seite dadurch erstmal lahmgelegt wurde (und während ich hier schreibe) auch noch nicht wieder erreichbar ist. Wie nennt man das? Medial initiierter DDOS?

Und in allen drei Fällen kann man in Kommentaren und zugehörigen Blogposts lesen, was man besser machen könnte um Piraterie vorzubeugen.
Im Fall kino.to fordern alle eine legale Alternative. Sowas gibt es. Nur seltsamerweise hier in Deutschland nicht. Dafür nochmal ein großes DANKE! an die Rechteverwertungsgesellschaften, die mit der Erfindung des Rads aufgehört haben sich weiterzuentwickeln. Und obwohl es in den USA sowas wie Hulu oder Netflix gibt wird auch dort raubkopiert.

Wie auch immer. Apps für mobile Geräte sind hierzulande ebenso verfügbar, wie in den USA. Und die Dinger kosten grade mal 0,99€, bzw. Watchlater 2,99€. Viele Apps sogar noch weniger. Aber das Geld scheint nach dem Kauf von iPhone, iPad & Co nicht mehr da zu sein. Oder warum sollte man sonst nicht bereit sein, die Leistung der Entwickler zu honorieren? Klar, warum soll ich was bezahlen, wenn ich das Ding auch umsonst bekommen kann? Gemacht wurde es ja sowieso. Egal, ob ich dafür nun bleche oder nicht.

Es ist wahrscheinlich genau diese Moral, die Piraterie immer am leben erhalten wird. Egal, ob Musik, Filme, Software oder sonstige Erzeugnisse, deren Entwicklung Geld und Fleiß gekostet hat. Einen Schutz dagegen gibt es nicht und wird es wahrscheinlich auch nicht geben ohne in die Rechte einzelner einzugreifen...

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