Archiv für January, 2009

Leben 2.0

Friday, January 30th, 2009

War das vor ein paar Jahren nicht schön? Man saß zu Hause vor dem Rechner, hat einfach nur ein Killerspiel gespielt, nahm an Diskussionrunden in Foren teil, oder chattete ein wenig. Das grandiose dabei: Man kannte sich nicht und lernte sich in den meisten Fällen auch nie kennen. Man versteckte sich hinter einem – extra für das Internet geschaffenem – Pseudonym (Neudeutsch: “Nickname” oder “Nick”) und schuf so eine künstliche Person, die meistens aber nichts mit dem Verfasser gemeinsam hatte. Schlicht: Das Internet konnte Anonymität garantieren.

logo_youtube1Doch dann geschah etwas. Es ward das Web 2.0. Internet zum mit- und selbermachen und natürlich auch zum mitnehmen (neudeutsch: “mobile web”). Dienste, die unbegrenzte Unterhaltung versprechen schossen wie Pilze aus den Boden.
Portale, in denen man die eigenen Videos hochladen und der ganzen Welt vorführen kann. Und das ganze sogar kostenlos. Man muss sich nur mit seinen persönlichen Daten registrieren und los geht es.
logo_studivzCommunitys, die Netzwerke von Studenten bilden. Kostenlos. Registrierung natürlich vorausgesetzt.
Das selbe Konzept gibt es natürlich auch für Schüler, Musiker oder Unternehmer. Alles kostenlos. Da registriert man sich doch gerne.
Virtuelle Tagebücher (neudeutsch: “Blogs”) und virtuelle Kleinsttagebücher (neudeutsch: logo_facebook“Mikroblog”), mit deren Hilfe man der ganzen Welt erzählen kann, was man erlebt und gemacht hat, oder was man grade macht. Oder sogar was man plant zu tun. Oder niemals tun würde. Klar, dass das kostenlos ist. Das Registrieren für diese Dienste erledigt man sowieso schon im Schlaf.

Doch das, was einst den Reiz des Internet ausmachte (Anonymität) schlägt ins krasse Gegenteil um. Man zeigt im Internet einfach alles von sich. Fotos, Videos, Erlebnisse und aktuelle Tätigkeiten. Und das teilt man mit der ganzen Welt. Warum auch nicht. Schließlich kennt mich im Internet ja keiner. logo_wordpress
Ganz im Gegenteil. Wenn man einfach alles von sich preisgibt, dann wird man auch gekannt. Hinzu kommt, dass man sich gar nicht mehr aussuchen kann, wer einen kennt. Ist es jetzt der Arbeitgeber, der intime Einsichten in mein Privatleben bekommt oder ein pädophiler Triebtäter, der sich auf dem Profil von minderjährigen Internetexibitionisten rumtreibt?

Leider macht sich da niemand kaum jemand Gedanken – geschweige denn Sorgen – drum. Schließlich bietet das neue Leben im Internet ja auch so viele Annehmlichkeiten. Man kann sich so einfach die Langeweile logo_twitter1vertreiben. Videos gucken, lustige Texte lesen oder Bilder gucken. Außerdem wird man (wenn man es richtig macht) von allen Seiten bestätigt und kann im besten Fall sogar Geld mit seinem Internetleben verdienen.

Achja, wer jetzt denkt, ich sei ein Gegner des virtuellen Lebens liegt einigermaßen falsch. Ich benutze selber so gut wie jeden Service, den mir das “neue Internet” anbietet. Allerdings eher passiv als aktiv. Und schon gar nicht als Ersatz für logo_myspacemein wirkliches Leben. Alles in Allem führe ich drei Blogs, habe Profile bei mySpace, facebook und studiVZ, stelle Videos bei YouTube rein und zwitschere auch noch ab und an ein wenig bei Twitter rum.

In diesem Sinne: Man sieht, hört, liest sich. Und wenn nicht lernt man sich bestimmt kennen. Auf Knopfdruck natürlich.

MfG, der Dac…

P.S.: Ja, dieser Text ist durchaus selbstkritisch gemeint und verallgemeinert vielleicht ein bisschen. Andererseits habe ich nichtmal die extremen Auswüchse dieser neuen Kultur erläutert, denen man manchmal begegnet. Von MMORPGs wie WoW, mal ganz zu schweigen

P.P.S.: Ihr dürft mich gerne als Freund bei mySpace hinzufügen oder bei Twitter verfolgen:
- mySpace: myspace.com/dacxp
- twitter: twitter.com/dacxp
Paradox? Japp!

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Office War – Der Krieg im Büro

Wednesday, January 28th, 2009

Das Video kursiert zwar schon ein wenig länger im Internet, aber es ist trotzdem noch lustig:

MfG, der Dac…

P.S.: Warum kann Wordpress eigentlich keine Vimeo-Videos über die “Video-Einfügen”-Funktion einfügen? Ist ja doof, das immer selber hinzuschreiben.

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Kostenloses CeBIT-Ticket. Nur von wem?

Monday, January 26th, 2009

Heute hatte ich Post. Nicht, dass das was ungewöhnliches wäre. Ich habe andauernd Post. Meistens Werbung. Ab und zu auch mal ne Rechnung oder irgendein Formular für Vater Staat, dass ich ausfüllen muss. Aber diesmal prangte auf dem Umschlag ein dickes, rotes CeBIT-Logo.
Klasse, dachte ich mir. Werden die Tickets von meinem Serveranbieter sein, die mir jedes Jahr angeboten werden. Seltsamerweise nur diesmal ohne Vorankündigung und nicht als eTicket sondern als echtes Ticket aus Papier und Tinte. Auch habe ich sonst immer zwei Tickets und nicht “nur” eins bekommen. Also erst mal Begleitschreiben lesen. Da steht aber nicht drin, von wem das Ticket kommt. Nicht der kleinste Hinweis. Naja, wen juckts? Ist ja fraglich, ob ich überhaupt nach Hannover fahre.

ticket4
Mein CeBIT-Ticket

Wenn ihr auch ein kostenloses CeBIT-Ticket haben wollt, gibt es hier eine ganz gute Anleitung dafür:

http://www.mydealz.de/4737/kostenlose-cebit-2009-karten/

Besonders gut gefällt mir der Hinweis mit dem Presseausweis für Besucher, die über eine eigene Homepage verfügen.

MfG, der DaC…

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Palm Pre – oder: gut geklaut ist halb gewonnen

Saturday, January 24th, 2009

Im Internet ist es mal wieder so weit: Ein neuer iPhone-Killer geistert durch die News-Seiten und Blogs. Das “Palm Pre“.

pre_02Mit seiner innovativen abgeguckten Bedienung scheint das erste Smartphone aus dem Hause Palm es nun endlich zu schaffen dem iPhone seinen Thron streitig zu machen. Endlich ein Smartphone mit Multitouchdisplay, auf dem kein Apfel zu sehen ist. Da ist der Erfolg doch schon vorprogrammiert. So sehen es offensichtlich diverse Autoren von Artikeln auf ebenso diversen Newsportalen.
Zu dem umwerfenden Bedienungsprinzip (Spreizgesten mit zwei Fingern, weiches Scrollen mit einem Fingerstreich) kommt dann noch das lanwierig entwickelte Betriebssystem “webOS“. Ich zitiere mal, was Palm selber zu diesem Betriebssystem sagt:

Palm webOS ist die weltweit am besten mit dem Internet verknüpfte Plattform, die immer vorausdenkt, um Ihnen das Leben leichter zu machen.

Der pure Wahnsinn. Ein vorausdenkendes Betriebssystem, das mir das Leben leichter macht. Ich wäre ja schon zufrieden, wenn andere Betriebssysteme mitdenken würden. Aber vorausdenken… Klar, das so ein System das iPhone zu einem Randprodukt für (technisch) Hinterhergebliebene degradieren wird.

Na gut, der Preis scheint noch nicht bekannt zu sein, dürfte aber nicht der Rede wert sein. Günstiger als das iPhone oder das G1 von HTC mit dem google-Betriebssystem “Android” wird es ja wohl allemal sein.

Aber jetzt mal ehrlich.
iphone_5upWieso um alles in der Welt sollte das Palm Pre besser erfolgreicher als das iPhone sein? Die Bedienung ist so gut wie identisch, es wird zum Verkaufsstart nicht annähernd so viel Software geben, wie es mittlerweile für das iPhone gibt und das Design des Multimediawunders wirkt auch ein wenig plump. Vielleicht ist es die Möglichkeit mehrere Programme gleichzeitig laufen zu lassen? Ich denke nicht. Wer will schon gleichzeitig eMails schreiben, surfen und dabei eine Spiel spielen? Vielleicht wird die einfache Softwareentwicklung für webOS ein Verkaufsargument sein. Aber hier hat google mit Android ja schon vorgelegt, das im übrigen genau so eng mit dem Web zusammenarbeitet, wie webOS, so dass das auch kein ausreichendes Verkaufsargument sein dürfte.

Alles in allem kommt der Palm Pre gut zwei Jahre zu spät. Da wird auch das abgekupferte Bedienprinzip nichts mehr dran ändern. Zudem ist es auch denkbar, dass Apple in diesem Jahr eine neue iPhone-Generation ankündigt, die dann natürlich wieder alles viel besser macht. Eigentlich schade, denn schlecht scheint das Palm Pre wirklich nicht zu werden.

MfG, der DaC…

P.S.: Es gäbe tatsächlich eine Sache, die das Palm Pre für mich interessant machen würde: Formulareingaben auf Internetseiten speichern. Beim iPhone werden Logindaten nicht gespeichert oder in die Formularfelder eingetragen, so dass man diese immer neu eingeben muss. Auf der kleinen Tastatur ist das nicht grade eine Freude…

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Sichtweisen kurz erklärt

Monday, January 12th, 2009

Letztens irgendwo im Internet auf englisch gefunden. Habs dann übersetzt und ergänzt:


sichtweisen

(Klicken für eine größere Ansicht)

MfG, der Dac…

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