Vor einigen Wochen sind ein Komolitone (Jan) und ich auf das Barcamp Ruhr in Essen gestoßen. Da stellte sich uns erst mal die Frage:
Was ist das Barcamp?
Das Barcamp ist eine sogenannte “Nichtkonferenz”. Eine Menge von Leuten treffen sich und tauschen sich über festgelegte Themen aus. In diesem Fall ging es ganz allgemein um Netz- und Internettechnologien. Einige Besucher können “Sessions” halten, in denen es um ein ganz bestimmtes Thema geht. Zum Beispiel “Sicherheit in PHP” oder “Einführung in die Twitter-API”. Man kann dann einfach zu den Sessions gehen, die einen interessieren und mitdiskutieren oder sich einfach nur berieseln lassen.
Das Barcamp in Essen
Das Barcamp in Essen fand im Unperfekt-Haus statt. Eine wirklich grandiose Location. Künstler schaffen hier ihre Werke und stellen diese aus. Es gibt Tischtennisplatten, einen Boxsack, Fittnessräder, jede Menge bequeme Couches, W-LAN und und und…
Die Anreise
Samstag Mittag (ers Mittags, weil Jan seinen Kater auskurieren musste) kamen wir per Bahn in Essen an. Am Berliner Platz, den wir per U-Bahn erreichten fiel uns auf, dass wir keine Ahnung hatten, wie es von dort aus weitergeht.
Macht nichts.
Wir wussten noch den Straßennamen und dass es in der Nähe der U-Bahn-Haltestelle ist. Also einfach eine Richtung gewählt und drauflosgegangen. Natürlich schnurstracks in die falsche Richtung. War ja klar…
Naja, nach einer Dreiviertelstunde haben wir das Unperfekthaus dann doch gefunden. Dank der Hilfe eines ortskundigen Passanten.
Und dann gings los
Wir wurden äußerst freundlich begrüßt, bekamen ein T-Shirt, unsere Ausweiskarte und mussten uns in die Besucherliste eintragen.
Checkin: Hi, wie ist dein Name?
Ich: Carsten Ruhr.
Checkin: Carsten wie?
Ich: Ruhr – R U H R.
Checkin: R U H R? Passt ja… Ist das ein Künstlername?
Naja, nach dieser etwas verwirrenden Begrüßung (erst da habe ich bemerkt, dass mein Nachname auf den Titel der Veranstaltung passt) gings zunächst mal zum Raum namens “Essen”. Dort gabs das Mittagsessen – nein, wie passend… – und die Liste der Sessions.
Das Mittagessen bestand aus einem Pfefferkrustenbraten, Kartoffelgratin und Reis mit Gemüse. Und das beste daran: Es war komplett kostenlos. Ebenso wie die Getränke, die in zahlreichen Variationen zu bekommen waren.
Dann ging es mit den Sessions los. Naja, vor dem Mittagessen wurden natürlich auch schon welche gehalten, aber Jan’s Kater hat uns ja nen Strich durch die Rechnung gemacht. Wie dem auch sei… Los gings mit “Sicherheit in PHP-Applikationen”.
Im Verlaufe des Tages folgten noch zwei weitere Sessions, die allesamt sehr interessant waren. Die Athmosphäre war locker und regte zu Diskussionen an. Niemand versuchte (wie man es vielleicht kennt oder erwartet hätte) sich als chronischen Besserwisser zu outen.
Am Ende des Tages gab es zum Abendessen nochmal so ein Megagericht, wie schon am Mittag. Bandnudeln mit Geschnezeltem in einer Rahmsauce.
Lecker.
Am Ende des Tages ging es zu Jan. Wir nahmen uns vor am nächsten Tag von Anfang an dabei zu sein und stellten den Wecker. Die Zeitumstellung haben wir natürlich nicht vergessen. Aber die Uhr musste auch nicht umgestellt werden. War ja schließlich ein Funkwecker.
DENKSTE…
Statt wie erwartet um sieben weckte uns das scheiß nicht erwartungskonforme Teil erst um acht. Naja, was solls. Ne Stunde später ist ja nicht so schlimm. Und tatsächlich wurde, als wir dort ankommen noch in aller Ruhe gefrühstückt. Und auch wir hatten noch Zeit das reichhaltige Angebot aus Ciabatta, Brötchen, Schinken, Käse, Honig, Nutella und und und voll zu genießen. Dazu einen Capuccino und es konnte los gehen. Auch der Sonntag war wieder hochinteressant und trotzdem sehr entspannt.
Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder dabei sein kann. Dann als nicht-Neuling und eventuell mit einer eigenen Session im Petto. Mal sehen…
Hier jedenfalls noch ein paar Eindrücke:
MfG, der Dac…


























