Archiv für May, 2009

Du bis Terrorist

Saturday, May 23rd, 2009

Seit einigen Tagen geistert die Abschlussarbeit eines Studenten der FH Kaiserslautern durch die deutschen Blogs und Tweets.
Das Video “Du bist Terrorist” von Alexander Lehmann befasst sich mit der zunehmenden Überwachung durch den Staat und nimmt ganz nebenbei auch noch die Werbekampagne “Du bist Deutschland” von 2005 auf die Schippe.

Dieses Video scheint jetzt für Verärgerung bei den damaligen Verantwortlichen der “Du bist Deutschland”-Kampagne zu sorgen, weswegen eine Abmahnung droht und Alexander Lehmann aufgefordert wird alle Bezüge zur damaligen Kampagne zu entfernen so wie die Domain “http://dubistterrorist.de” nicht mehr zu verwenden.

Ich halte das (wie wahrscheinlich viele andere) für Beschneidung der Meinungsfreiheit und hoffe, dass der Abmahner nicht damit durchkommen wird.

MfG, der Dac…

Quelle: gulli.com

  • Twitter
  • Delicious
  • Google Bookmarks
  • Share/Bookmark

context statt content?

Saturday, May 16th, 2009

Warum ist der Mensch intelligent? Ich möchte hier gar keine Grundsatzdiskussion starten, aber ein großer Teil hängt wohl damit zusammen, dass wir Zusammenhänge bilden können und Kontexte verstehen können. Ein Computer kann das nicht. Man kann zwar so tun als könnte er das, aber das reicht leider nicht aus um eine Intelligenz zu schaffen.

Mit “Wolfram Alpha” wird wieder mal versucht eine Suchmaschine zu schaffen, die nicht die Syntax analysiert (wie google) und daraufhin eine Ergebnismenge liefert, sondern versucht den Kontext einer Frage zu verstehen und eine entsprechende Antwort zu liefern.
Wenn man Wolfi jetzt also so Sachen fragt wie “Wo liegt Deutschland?”, dann bekommt der Benutzer eine Landkarte

gezeigt, auf der Deutschland hervorgehoben ist und bei “Wer ist Angela Merkel” bekommt man den kompletten Namen und eine Zeitleiste, auf der man die Lebensspanne der gesuchten Person zu sehen ist gezeigt.

keine Antwort...

keine Antwort...

Der Horst...

Der Horst...

WolframAplpha ist erst seit heute online und hat noch enorme Schwierigkeiten mit der Erreichbarkeit. Wahrscheinlich auch, weil jeder das Teil mal antesten will um dann wieder google zu fragen, wofür Wolfram eigentlich sinnvoll ist. Ich hab darauf leider keine Antwort. Denn die wirklich wichtigen Sachen wie “Wird es heute regnen” oder “Wie ist das Kinoprogramm heute” kann mir die neue Suchmaschine leider nicht beantworten.

Ich als Nerd und Fan des Buches “Per Anhalter durch die Galaxis” musste Wolfram natürlich mal nach dem Sinn des Lebens, des Universums und allem fragen und habe tatsächlich die Antwort erhalten. Wenigstens ein Lichtblich am Suchmaschinenhorizont. Obwohl… Das konnte google auch schon.

Mathe

Mathe

42

42

 

MfG, der Dac…

P.S.: Meine Prognose ist, dass WolframAlpha nicht wirklich gebraucht wird und in den unendlichen Weiten des Webs versickern wird. Schade um die Mühe der Entwickler.

  • Twitter
  • Delicious
  • Google Bookmarks
  • Share/Bookmark

Neuss zur Bankenkriese

Thursday, May 14th, 2009

Neuss – Die Bankenkriese hat nun auch die über 150.000 Einwohner schwere Stadt Neuss nahe Düsseldorf eingeholt. “Es herrschen katastrophale Zustände” kommentiert ein älterer Herr die vorherrschende Situation. Josef F.* ist zu Recht empört. In Neuss herrscht eine akute Knappheit an Sitzgelegenheiten in Parks und Einkaufszonen. Diese länglichen Sitzgelegenheiten, die ein Fassungsvermögen von durchschnittlich 3,2 Erwachsenen Personen aufweisen scheinen in Neuss ein selten zu findendes Gut zu sein. Dabei sind sie so einfach wie nötig.
Josef F. benötigt dringend solche Bänke zur Nächtigung. Keine anderen öffentlichen Einrichtungen bieten den Kompfort darauf zu schlafen und gleichzeitig einen Vorrat diversen Spirituosen unterhalb derselben griffbereit zu platzieren. “Wie soll ichn da über die Runnen kommn?” Eine Frage, die sich Herr F. zurecht stellt. Denn so, wie es derzeit den Anschein hat, werden wohl demnächst Kriege zwischen obdachlosen Parkbankbenutzern und frisch verliebten Schulbankdrückern an der Tagesordnung sein.
Eine Initiative zur Vermehrung der Bänke scheint bereits in Planung zu sein. Dies wollte uns jedoch niemand offiziell bestätigen.

CR

*Name wurde von der Redaktion erfunden

  • Twitter
  • Delicious
  • Google Bookmarks
  • Share/Bookmark

Burger für 48 Euro

Wednesday, May 13th, 2009

Eine Bestellung bei McDonalds kostet für mich im Durchschnitt vier Euro (geschätzter Wert). Entweder Mal nur einen Cappuccino, nen Cheesburger oder ein kleines Eis, oder aber direkt ein Menü für sechs, sieben Euro. Die Wartezeiten variieren bei solchen Bestellungen trotz der eigentlich niedrigen Bestellmenge enorm. Von fünf Sekunden für den Griff in das Cheesburgerregal bis hin zu dreißig Minuten “ich-bringe-ihnen-die-Pommes-an-den-Tisch”-Wartezeit war schon alles dabei.

Die Rechnung

Die Rechnung

Umso größer meine Befürchtungen, als wir gestern eine Sammelbestellung für einige Leute fertig machten. Ein paar Menüs, ein paar einzelne Burger, Eis und Getränke sowie einmal extra Ketchup. Ich ahnte das schlimmste. Ein Zelt zur Übernachtung hatte ich leider nicht dabei. Ich hoffte, dass im McDonalds irgendwo eine freie Couch war, auf der man campieren konnte, falls die Bestellung wirklich so lange dauern sollte, wie ich es mir vorstellte.
Auf dem Hinweg malten wir uns zu zweit aus, wie lange wir wohl warten müssten und wie die Gesichter der Angestellten Burgerbrater wohl bei unserer Bestellung aussehen würden.

Endlich bei der örtlichen Burgerbude angekommen begrüßten wir den Kassierer mit “Jetzt kommt ne etwas längere Bestellung” und zeigten den Bestellzettel vor. Ein verlegenes Grinsen und die Worte “Ich bin dann mal weg…” an seinen Kollegen ließen das Schlimmste erahnen.
Außerdem viel uns auf, dass unsere Bedienung uns doch schoneinmal vor etwa einer Woche bedient hat. Oh nein, der ist noch neu…

Egal, mit kämpferischem Mut kämpften sich dann schließlich zwei Kassierer durch unsere Bestellung, was entgegen aller Erwartungen wirklich fix von statten ging. Wenn ich schätzen müsste würde ich sagen, dass wir nach nichtmal zehn Minuten alle bestellten Artikel fix und fertig verpackt im Kofferraum eines Smarts (ja, der kleine Autoscooter für die Straße) verstauen konnten. Die Rechnung: genau 48,00 €.

Nachher fiel mir ein, dass ich die Rechnung auch noch mit zwei Chickenburgern hätte rund machen können. Aber dafür ist ja dann die nächste Sammelbestellung da.

MfG, der Dac…

P.S.: Das nächste mal wünsche ich mir einen Flashmob alá

  • Twitter
  • Delicious
  • Google Bookmarks
  • Share/Bookmark

G1

Friday, May 1st, 2009

Nachdem ich mehrere Monate drüber nachgedacht habe, welches Handy ich mir als nächstes zulege und zu keinem wirklichen Ergebnis gekommen bin, habe ich mich relativ spontan für das HTC Dream entschieden. Besser bekannt als das G1 von T-Mobile.

Warum hab ich mich dazu entschieden? Hauptsächlich, weil das Betriebssystem auf dem Handy Googles Android ist. Eine Plattform, für die man einfach und frei Software selber entwickeln kann.

Aber von vorne: Gestern ging ich also zur örtlichen T-Mobile Vertriebsstelle um mir das besagte Handy zuzulegen. Nach einem kleinen Infogespräch verschwindet der Verkäufer ohne Kommentar im Hinterzimmer und kommt nach zwei Minuten und mit besorgtem Gesicht wieder zu mir.
“Wir haben leider nur noch weiße Geräte da…”
Super… Ich hasse weiße Geräte. Die sehen so nach Computer der 90er aus und vergilben und verdrecken schnell. Zum Glück legt der Verkäufer direkt nach und bietet mir eine fast unausschlagbare Alternative:
“Aber wenn Sie ein gutes Handy suchen, kann ich das iPhone empfehlen. Das ist sowieso besser als das G1.”
Ja na klar! Ich verabschiede mich schleunigst und suche einen anderen T-Mobile-Händler auf. Eine Stunde später hab ich dann einen gefunden.
Eine äußerst attraktive aber technisch nicht grade mit Wissen gesegnete Verkäuferin begrüßt mich und holt auf meine Frage hin auch sofort ein G1. In schwarz. Doch dann versucht sie mir einen Gefallen zu tun:
“Also das ist zwar nicht meine Sache und das must du auch für dich selber entscheiden, aber das iPhone ist um längen besser. Es gibt tausende Programme für das iPhone. Beim G1 gibt es sowas nicht.”
Oi, die hat ja Ahnung. Ich schlage zurück.
“Ach, wenn ich ein Programm brauche, mach ichs mir selber…”
Der Fall war dann gegessen. Zumindestens musste ich für das Gerät nur einen Euro zahlen. Selbst mit dem XS-Tarif. 10 Minuten später stolziere ich mit dem neuen Handy in der Tasche aus dem Laden und ab nach Hause.

Es gibt nichts schöneres, als neu gekaufte Spielzeuge auszupacken.

Die Verpackung
Die Verpackung
sanft gebettet
sanft gebettet
Gerät mit Sticker
Gerät mit Sticker

Alles dabei. 2GB MicroSD-Karte, Ladekabel, Datenkabel, Bedienungsanleitung auf CD, Schutzfolie für das Display, Sticker und eine Tasche für das Handy. Beim Apple-Konkurrenten hätte man weitere 50€ ausgeben müssen, um das ganze Zubehör zu bekommen.
Schnell SIM-Karte und Akku reingesetzt, Google-Konto auf dem Handy eingerichtet und die ständige Internetverbindung mit Hilfe einer App aus dem Marketplace (pendant zum AppStore von Apple) unterbrochen. Und dann wurd erst mal die Har- und Software getestet.

Was ist mir bis jetzt aufgefallen?

  • Gehäuse ist billig und fängt schnell an zu knacken
  • Slide-Funktion um die QWERTZ-Tastatur freizulegen ist solide und schnappt angenehm ein
  • Display ist sehr schnell verschmiert
  • Touchscreen ist gut zu bedienen und reagiert echt flott. Nicht ganz so gut wie Apple es macht, aber nah dran
  • Die Software ist übersichtlich und in den meisten Fällen selbsterklärend
  • Den Trackball hätte HTC sich sparen können. Ich benutze den nie…
  • Die Kamera ist in mäßig beleuchteten Umgebungen kein Feature sondern ein Bug

Zum Schluss gibts noch ein paar Bilder, die die (schmale) Leistung der Handykamera zeigen.

Tageslicht
Tageslicht
Nahaufnahme
Nahaufnahme
wenig Licht
wenig Licht

Tja, leider nicht so doll… Aber für ein paar Knippsereien wirds wohl reichen.

MfG, der Dac…

  • Twitter
  • Delicious
  • Google Bookmarks
  • Share/Bookmark