Getagged als ‘atombombe’

Mein Trip nach Washington D.C.

Saturday, February 14th, 2009

Ich hatte ein wenig beruflich in Washington zu tun. Eine Atombombe im Südwesten der Stadt musste entschärft und ein Wasseraufbereiter im Jefferson Memorial in Gang gebracht werden. Nebenher habe ich noch für einen Radiosender einen Sendemast repariert und einige unerwünschte Persönlichkeiten aus den Tiefen der Metro entfernt.

fallout3_3Na gut, ich habe ein wenig geflunkert. Ich war nicht beruflich dort, sondern privat. Und zwar im ersten Spiel seit HalfLife 2, das mich zum durchspielen motiviert konnte. Fallout 3.
Im dritten Teil der recht erfolgreichen Fallout-Serie muss man wieder aus einem Atombunker (einem sogenannten “Vault”) fliehen und darf sich ein wenig an der Oberfläche von Washington D.C. austoben. Natürlich alles im Dienste der Menschheit, die den vergangenen Atomkrieg nicht sonderlich gut überstanden hat. Fiese Mutanten und gehirntote Ghuls machen sich breit und wollen von mir in die ewigen Jagdgründe gepustet werden. Zum pusten spendiert Fallout 3 eine riesige Menge an mehr oder weniger realistischen Waffen. Vom Nagelbrett angefangen bis hin zum Miniaturatomraketenwerfer, der acht Miniatombomben gleichzeitig verschießt, gibt es was für jeden Geschmack.
Typisch Rollenspiel halt.
fallout3_2Die riesige Vielfalt an verschiedenen Gegenständen weckt (wie in den Vorgängern) den Sammlerinstinkt und zwingt mich gradezu weiter zu spielen. Mal hier ein wenig Altmetall für die Wasserwiederaufbereitungsanlage in Megaton, mal dort eine Holomarke für die stählerne Bruderschaft.
Und dann erst die Story. Sowas habe ich leider lange nicht mehr erlebt (kann auch sein, dass ich die falschen Spiele spiele). Man bekommt eine Geschichte serviert, bei der man richtig miterleben kann, was einzelne Personen durchmachen. Zusätzlich zur Hauptstory gibt es noch dutzend Nebenstorys, die allesamt klasse erzählt sind und es wert sind durchgespielt zu werden.

Den Erdkunde-Unterricht gibts gratis

Die Entwickler von Fallout 3 (Bethesda) haben Washington zwar nicht eins zu eins nachgebaut, aber alle wichtigen Orte (Washington Monument, Jefferson Memorial, Nationalbibliothek, usw…) wurden sehr realitätsnah gestaltet und liegen auch an den Stellen, an denen ein Einwohner Washington vermutlich danach suchen würde. Auch der Fluss, der sich quer durch das Spielgebiet zieht entspricht dem Verlauf des Pendant in der realen Welt. Da fühlt man sich doch fast schon als Ortskundiger.fallout3_11

Es ist tatsächlich seltsam. In den letzten Jahren hat mich kein Spiel so lange bei der Stange halten können, wie Fallout 3. Und das vor kurzem erschienene Addon “Operation Anchorage” steht schon auf meiner to-buy-Liste. Ich hoffe, das wird genau so fesselnd wie das Hauptprogramm.

MfG, der Dac…

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