Na sowas.
Da behauptete Google vor einiger Zeit doch noch eisern nicht an einem eigenem Betriebssystem (Android mal ausgeschlossen) zu arbeiten und jetzt wurde doch in einem Blogpost bekanntgegeben, dass ChomeOS kommt.
Okay, Google hat auch behauptet, dass wenn die google-Apps (mail, docs, etc…) mal aus der Beta-Phase entlassen werden würden, mehr als nur eine Änderung an der Bannergrafik passieren würde.
So wie es aussieht soll nächstes Jahr ein Googlejahr werden. Die Mailablöse “Wave” soll für einen Revolution unter den Mailschreibenden, Bloggenden, Twitternden und Gruppierenden sorgen, das Handybetriebssystem “Android” wird auf immer mehr Handys vertreten sein und letztendlich erscheint 2010 dann Googles eigenes Betriebssystem “ChromeOS”.
Das Betriebssystem soll hauptsächlich für Netbooks gedacht sein, basiert auf einem Linuxsystem und soll in wenigen Sekunden hochfahren. Achja, ChromeOS soll kein klassisches Betriebssystem sein, sondern eher ein Browser, ohne zugrundeliegendes Betriebssystem. Anwendungen werden also wie die Office-Lösungen des Suchmaschinenanbieters im Web ausgeführt.
Klingt ja für’s Erste gar nicht schlecht…
… aber: kaum wird ChromeOS veröffentlich werden, werden die Golem- und Spiegel-Online-Journalisten wieder rumschreien, dass Daten an Google übertragen werden. Genau so, wie es bei der Veröffentlichung des Browsers Chrome der Fall war. Natürlich werden Daten an Google übertragen. Davon leben die schließlich.
Doch es wurde angekündigt, dass das Betriebssystem OpenSource sein wird. Cool! Eine Version ohne unerwünschte Datenübermittlung wird also hoffentlich nicht lange auf sich warten lassen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das Betriebssystem für den normalen gebrauch durchsetzen wird. Selbst auf Netbooks wird es sich nur dann verbreiten, wenn Google es schafft Hersteller zu überreden ChromeOS auf den Geräten vorzuinstallieren.
Zum experimentieren wird das aber bestimmt ein tolles Projekt, auf das ich mich schon freue.
MfG, der Dac…