Nachdem ich mehrere Monate drüber nachgedacht habe, welches Handy ich mir als nächstes zulege und zu keinem wirklichen Ergebnis gekommen bin, habe ich mich relativ spontan für das HTC Dream entschieden. Besser bekannt als das G1 von T-Mobile.
Warum hab ich mich dazu entschieden? Hauptsächlich, weil das Betriebssystem auf dem Handy Googles Android ist. Eine Plattform, für die man einfach und frei Software selber entwickeln kann.
Aber von vorne: Gestern ging ich also zur örtlichen T-Mobile Vertriebsstelle um mir das besagte Handy zuzulegen. Nach einem kleinen Infogespräch verschwindet der Verkäufer ohne Kommentar im Hinterzimmer und kommt nach zwei Minuten und mit besorgtem Gesicht wieder zu mir.
“Wir haben leider nur noch weiße Geräte da…”
Super… Ich hasse weiße Geräte. Die sehen so nach Computer der 90er aus und vergilben und verdrecken schnell. Zum Glück legt der Verkäufer direkt nach und bietet mir eine fast unausschlagbare Alternative:
“Aber wenn Sie ein gutes Handy suchen, kann ich das iPhone empfehlen. Das ist sowieso besser als das G1.”
Ja na klar! Ich verabschiede mich schleunigst und suche einen anderen T-Mobile-Händler auf. Eine Stunde später hab ich dann einen gefunden.
Eine äußerst attraktive aber technisch nicht grade mit Wissen gesegnete Verkäuferin begrüßt mich und holt auf meine Frage hin auch sofort ein G1. In schwarz. Doch dann versucht sie mir einen Gefallen zu tun:
“Also das ist zwar nicht meine Sache und das must du auch für dich selber entscheiden, aber das iPhone ist um längen besser. Es gibt tausende Programme für das iPhone. Beim G1 gibt es sowas nicht.”
Oi, die hat ja Ahnung. Ich schlage zurück.
“Ach, wenn ich ein Programm brauche, mach ichs mir selber…”
Der Fall war dann gegessen. Zumindestens musste ich für das Gerät nur einen Euro zahlen. Selbst mit dem XS-Tarif. 10 Minuten später stolziere ich mit dem neuen Handy in der Tasche aus dem Laden und ab nach Hause.
Es gibt nichts schöneres, als neu gekaufte Spielzeuge auszupacken.
Alles dabei. 2GB MicroSD-Karte, Ladekabel, Datenkabel, Bedienungsanleitung auf CD, Schutzfolie für das Display, Sticker und eine Tasche für das Handy. Beim Apple-Konkurrenten hätte man weitere 50€ ausgeben müssen, um das ganze Zubehör zu bekommen.
Schnell SIM-Karte und Akku reingesetzt, Google-Konto auf dem Handy eingerichtet und die ständige Internetverbindung mit Hilfe einer App aus dem Marketplace (pendant zum AppStore von Apple) unterbrochen. Und dann wurd erst mal die Har- und Software getestet.
Was ist mir bis jetzt aufgefallen?
- Gehäuse ist billig und fängt schnell an zu knacken
- Slide-Funktion um die QWERTZ-Tastatur freizulegen ist solide und schnappt angenehm ein
- Display ist sehr schnell verschmiert
- Touchscreen ist gut zu bedienen und reagiert echt flott. Nicht ganz so gut wie Apple es macht, aber nah dran
- Die Software ist übersichtlich und in den meisten Fällen selbsterklärend
- Den Trackball hätte HTC sich sparen können. Ich benutze den nie…
- Die Kamera ist in mäßig beleuchteten Umgebungen kein Feature sondern ein Bug
Zum Schluss gibts noch ein paar Bilder, die die (schmale) Leistung der Handykamera zeigen.
Tja, leider nicht so doll… Aber für ein paar Knippsereien wirds wohl reichen.
MfG, der Dac…







