Getagged als ‘handy’

G1

Friday, May 1st, 2009

Nachdem ich mehrere Monate drüber nachgedacht habe, welches Handy ich mir als nächstes zulege und zu keinem wirklichen Ergebnis gekommen bin, habe ich mich relativ spontan für das HTC Dream entschieden. Besser bekannt als das G1 von T-Mobile.

Warum hab ich mich dazu entschieden? Hauptsächlich, weil das Betriebssystem auf dem Handy Googles Android ist. Eine Plattform, für die man einfach und frei Software selber entwickeln kann.

Aber von vorne: Gestern ging ich also zur örtlichen T-Mobile Vertriebsstelle um mir das besagte Handy zuzulegen. Nach einem kleinen Infogespräch verschwindet der Verkäufer ohne Kommentar im Hinterzimmer und kommt nach zwei Minuten und mit besorgtem Gesicht wieder zu mir.
“Wir haben leider nur noch weiße Geräte da…”
Super… Ich hasse weiße Geräte. Die sehen so nach Computer der 90er aus und vergilben und verdrecken schnell. Zum Glück legt der Verkäufer direkt nach und bietet mir eine fast unausschlagbare Alternative:
“Aber wenn Sie ein gutes Handy suchen, kann ich das iPhone empfehlen. Das ist sowieso besser als das G1.”
Ja na klar! Ich verabschiede mich schleunigst und suche einen anderen T-Mobile-Händler auf. Eine Stunde später hab ich dann einen gefunden.
Eine äußerst attraktive aber technisch nicht grade mit Wissen gesegnete Verkäuferin begrüßt mich und holt auf meine Frage hin auch sofort ein G1. In schwarz. Doch dann versucht sie mir einen Gefallen zu tun:
“Also das ist zwar nicht meine Sache und das must du auch für dich selber entscheiden, aber das iPhone ist um längen besser. Es gibt tausende Programme für das iPhone. Beim G1 gibt es sowas nicht.”
Oi, die hat ja Ahnung. Ich schlage zurück.
“Ach, wenn ich ein Programm brauche, mach ichs mir selber…”
Der Fall war dann gegessen. Zumindestens musste ich für das Gerät nur einen Euro zahlen. Selbst mit dem XS-Tarif. 10 Minuten später stolziere ich mit dem neuen Handy in der Tasche aus dem Laden und ab nach Hause.

Es gibt nichts schöneres, als neu gekaufte Spielzeuge auszupacken.

Die Verpackung
Die Verpackung
sanft gebettet
sanft gebettet
Gerät mit Sticker
Gerät mit Sticker

Alles dabei. 2GB MicroSD-Karte, Ladekabel, Datenkabel, Bedienungsanleitung auf CD, Schutzfolie für das Display, Sticker und eine Tasche für das Handy. Beim Apple-Konkurrenten hätte man weitere 50€ ausgeben müssen, um das ganze Zubehör zu bekommen.
Schnell SIM-Karte und Akku reingesetzt, Google-Konto auf dem Handy eingerichtet und die ständige Internetverbindung mit Hilfe einer App aus dem Marketplace (pendant zum AppStore von Apple) unterbrochen. Und dann wurd erst mal die Har- und Software getestet.

Was ist mir bis jetzt aufgefallen?

  • Gehäuse ist billig und fängt schnell an zu knacken
  • Slide-Funktion um die QWERTZ-Tastatur freizulegen ist solide und schnappt angenehm ein
  • Display ist sehr schnell verschmiert
  • Touchscreen ist gut zu bedienen und reagiert echt flott. Nicht ganz so gut wie Apple es macht, aber nah dran
  • Die Software ist übersichtlich und in den meisten Fällen selbsterklärend
  • Den Trackball hätte HTC sich sparen können. Ich benutze den nie…
  • Die Kamera ist in mäßig beleuchteten Umgebungen kein Feature sondern ein Bug

Zum Schluss gibts noch ein paar Bilder, die die (schmale) Leistung der Handykamera zeigen.

Tageslicht
Tageslicht
Nahaufnahme
Nahaufnahme
wenig Licht
wenig Licht

Tja, leider nicht so doll… Aber für ein paar Knippsereien wirds wohl reichen.

MfG, der Dac…

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Palm Pre – oder: gut geklaut ist halb gewonnen

Saturday, January 24th, 2009

Im Internet ist es mal wieder so weit: Ein neuer iPhone-Killer geistert durch die News-Seiten und Blogs. Das “Palm Pre“.

pre_02Mit seiner innovativen abgeguckten Bedienung scheint das erste Smartphone aus dem Hause Palm es nun endlich zu schaffen dem iPhone seinen Thron streitig zu machen. Endlich ein Smartphone mit Multitouchdisplay, auf dem kein Apfel zu sehen ist. Da ist der Erfolg doch schon vorprogrammiert. So sehen es offensichtlich diverse Autoren von Artikeln auf ebenso diversen Newsportalen.
Zu dem umwerfenden Bedienungsprinzip (Spreizgesten mit zwei Fingern, weiches Scrollen mit einem Fingerstreich) kommt dann noch das lanwierig entwickelte Betriebssystem “webOS“. Ich zitiere mal, was Palm selber zu diesem Betriebssystem sagt:

Palm webOS ist die weltweit am besten mit dem Internet verknüpfte Plattform, die immer vorausdenkt, um Ihnen das Leben leichter zu machen.

Der pure Wahnsinn. Ein vorausdenkendes Betriebssystem, das mir das Leben leichter macht. Ich wäre ja schon zufrieden, wenn andere Betriebssysteme mitdenken würden. Aber vorausdenken… Klar, das so ein System das iPhone zu einem Randprodukt für (technisch) Hinterhergebliebene degradieren wird.

Na gut, der Preis scheint noch nicht bekannt zu sein, dürfte aber nicht der Rede wert sein. Günstiger als das iPhone oder das G1 von HTC mit dem google-Betriebssystem “Android” wird es ja wohl allemal sein.

Aber jetzt mal ehrlich.
iphone_5upWieso um alles in der Welt sollte das Palm Pre besser erfolgreicher als das iPhone sein? Die Bedienung ist so gut wie identisch, es wird zum Verkaufsstart nicht annähernd so viel Software geben, wie es mittlerweile für das iPhone gibt und das Design des Multimediawunders wirkt auch ein wenig plump. Vielleicht ist es die Möglichkeit mehrere Programme gleichzeitig laufen zu lassen? Ich denke nicht. Wer will schon gleichzeitig eMails schreiben, surfen und dabei eine Spiel spielen? Vielleicht wird die einfache Softwareentwicklung für webOS ein Verkaufsargument sein. Aber hier hat google mit Android ja schon vorgelegt, das im übrigen genau so eng mit dem Web zusammenarbeitet, wie webOS, so dass das auch kein ausreichendes Verkaufsargument sein dürfte.

Alles in allem kommt der Palm Pre gut zwei Jahre zu spät. Da wird auch das abgekupferte Bedienprinzip nichts mehr dran ändern. Zudem ist es auch denkbar, dass Apple in diesem Jahr eine neue iPhone-Generation ankündigt, die dann natürlich wieder alles viel besser macht. Eigentlich schade, denn schlecht scheint das Palm Pre wirklich nicht zu werden.

MfG, der DaC…

P.S.: Es gäbe tatsächlich eine Sache, die das Palm Pre für mich interessant machen würde: Formulareingaben auf Internetseiten speichern. Beim iPhone werden Logindaten nicht gespeichert oder in die Formularfelder eingetragen, so dass man diese immer neu eingeben muss. Auf der kleinen Tastatur ist das nicht grade eine Freude…

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